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Miteinander – nicht gegeneinander!

Eindrücke von Schulversammlung, Klassen- und Schülerrat

Die Emil-Gött-Schule hat sich in den letzten Jahren von einer Grund- und Hauptschule zu einer „reinen“ zwei bis dreizügigen Grundschule gewandelt, die letzten Hauptschüler und Hauptschullehrer wurden nach dem Schuljahr 2011/2012 verabschiedet. Seitdem ist einiges anders geworden: Es gibt eine neue Nachmittagsbetreuung, in dem ehemaligen Biologie- und Chemieraum wurde eine Mensa eingebaut und aus der SMV der HS mit Klassensprechern von den Klassen vier bis neun wurde ein Schülerrat der GS mit Vertretern aus allen Klassen, in den die Schüler ihre Anliegen, Vorstellungen und Wünsche einbringen.

Zu der wichtigsten Aufgabe des Schülerrats gehört die Vorbereitung der Schulversammlung: Zweimal im Schuljahr treffen sich dann alle Lehrer und Schüler in der Turnhalle, wenn der Schülerrat der versammelten Schulgemeinschaft ausgewählte Themen in kleinen vorbereiteten Spielszenen präsentiert. Ein immer wiederkehrendes Thema auf den Schulversammlungen ist die Situation auf den Toiletten. Andere von den Schülerräten eingebrachte Themen betreffen das schuelerversammlung13aFußballspielen auf dem Schulhof während der Pausen oder das Verstecken von Jacken, Hausschuhen oder Schulranzen von Mitschülern. Nach den Spielszenen werden Botschaften formuliert wie "Haltet die Toiletten sauber!" oder "Finger weg von fremden Sachen!" Anschließend bekommen alle Schüler und Lehrer während der Schulversammlung die Gelegenheit, am Mikrophon zu den Themen ihre Meinungen oder Lösungsvorschläge zu formulieren. Im Klassenrat werden die Themen dann in den Klassen aufgegriffen und weiter diskutiert.

Den Ablauf der Schulversammlung planen die Schülerräte gemeinsam mit dem Vertrauenslehrer. Dabei haben sich für den Ablauf Rituale entwickelt wie das Singen eines gemeinsamen Liedes zu Beginn der Versammlung („Ich bin ich und du bist du“), das Abspielen des „Tatort-Trailers“ vor jeder Spielszene oder die Verabschiedung der einzelnen Klassen mit „Shosholoza“, einem der Lieblingslieder aus dem Chor. Den Ablauf der Versammlung moderieren Schüler aus den vierten Klassen. Bei den ersten Schulversammlungen gab es für die beiden „Moderatoren“ noch ein Drehbuch, die meisten Texte waren vorformuliert und wurden dann abgelesen. Heute sind die Moderatoren mit der Schulversammlung „groß geworden“, häufig schaffen sie es schon, frei zu moderieren.

Vor der ersten Schulversammlung gab es im Kollegium manche Befürchtungen, dass es sehr unruhig werden würde, wenn sich die gesamte Schule in der Turnhalle trifft. schuelerversammlung13bDie Voraussetzung für ein gutes Gelingen war eine sorgfältige Planung mit klar strukturierten Ablaufplan und einer mit Matten und Bänken vorbereiteten Turnhalle. Und dann war die Überraschung groß: Selten hat man die ganze Schule mit allen 240 Schülern so ruhig und aufmerksam erlebt wie in unserer ersten Schulversammlung!

Ohne die Erfahrungen, die die Kinder im Klassenrat von der ersten Klasse an sammeln, wäre es allerdings kaum vorstellbar, dass neun- bis zehnjährige Schüler solche Aufgaben übernehmen könnten. In vielen Klassen gehört die Klassenratsstunde für Schüler zur wichtigsten Stunde der Woche. Hier ist der Raum, in dem Streitigkeiten geklärt, Wünsche und Vorschläge an Klassenaktivitäten eingebracht und Klassenfeiern geplant werden können. Dabei übernehmen Schüler Aufgaben wie Themenchef, Zeitchef, Regelchef, Protokollchef, Klassenratsbeobachtungschef oder Gesprächsleiter und üben sich so in der Übernahme von Verantwortung.

Für die Schulleitung und das Kollegium ist der Schülerrat der Ansprechpartner, um die Schüler in die Gestaltung des Schullebens mit einzubinden. So haben die Schülerräte zusammengetragen und in der Schulversammlung vorgestellt, was ihnen an der Schule gefällt und wichtig ist. Bei der Neugestaltung des Schulhofes wurde der Platz für die Fußballtore erst nach Diskussionen in den Klassen und mit Absprache mit dem Schülerrat bestimmt. Die Verabschiedung der Hauptschule und Änschuelerrat1derung hin zur „reinen Grundschule“ fordert auch ein neues Leitbild ein. Bei der Findung dieses Leitbildes wird neben Schulleitung, Kollegium und Elternschaft auch der Schülerrat mit eingebunden. Die Schülerräte haben ihr Leitbild formuliert, indem sie bestimmten was für sie das wichtigste ist, um gerne zu arbeiten: Es soll leise sein; die Schüler wollen sich Aufgaben aussuchen können und sie wollen miteinander (nicht gegeneinander) spielen. Dieses „Leitbild“ der Schüler wird in die weiteren Diskussionen mit einfließen und sich dann im neuen Leitbild der Schule wieder finden.

Holger Wachtmann